Die Erklärung von St. James

    St. James Palast

    Die Erklärung von St. James

    Die Atlantik-Charta

    Die Erklärung der Vereinten Nationen

    Moskau und Teheran

    Die Konferenzen von Dumbarton Oaks und Jalta

    Die Konferenz von San Francisco

    Im Juni 1941 beherbergte London neun Exilregierungen. Nach 22 Monaten Krieg war die britische Hauptstadt von Bombeneinschlägen gezeichnet und immer wieder heulten in der Stadt die Sirenen. Fast ganz Europa war an die Achsenmächte gefallen und Schiffe mit lebensnotwendigen Lieferungen sanken regelmäßig im Atlantik.

    Trotzdem glaubten die Regierungen der Alliierten und die Menschen in London unerschütterlich an den Sieg. Und sie blickten über den militärischen Sieg hinaus auf die Nachkriegszeit.

    "Wollen wir nur siegen, damit wir in Furcht vor einem neuen Krieg leben? Sollten wir nicht weitergehende Ziele als nur den militärischen Sieg festlegen? Ist es nicht möglich, ein besseres Leben für alle Staaten und Menschen zu gestalten und die Ursachen des Krieges schon bei der Wurzel auszurotten?" Solcher Art waren die Fragen von vielen Menschen, nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern in allen Ländern der Alliierten.

    Am 12. Juni trafen sich Vertreter aus Australien, Kanada, Neuseeland, der Südafrikanischen Union und des Vereinigten Königreiches sowie der Exilregierungen von Belgien, Griechenland, Jugoslawien, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Polen, der Tschechoslowakei und der französische General Charles de Gaulle im historischen St. James Palast und unterzeichneten eine Erklärung.

    Die folgenden Sätze dieser Erklärung dienen noch heute als die Parole des Friedens:

    "Das einzig wahre Fundament eines dauerhaften Friedens ist die Bereitschaft freier Völker zur Zusammenarbeit in einer von der Bedrohung der Aggression befreiten Welt, in der alle wirtschaftliche und soziale Sicherheit genießen können."

    "Es liegt in unserer Absicht, mit anderen freien Völkern in Krieg wie in Frieden zusammenzuarbeiten."