Humanitäre Maßnahmen

Tropical Storm Jeanne Devastates Haiti - UN Photo/Sophia Paris

 

Weltgipfel für humanitäre Hilfe

Istanbul, 23. - 24. Mai 2016

Der allererste Weltgipfel für humanitäre Hilfe der UNO ist eine Initiative von Generalsekretär Ban Ki-moon, um die Bedürfnisse von Millionen Menschen, die von Konflikten und Katastrophen betroffen sind, besser abdecken zu können.

Der Gipfel hat zum Ziel, die Führenden der Welt einzubinden und den politischen Willen zu mobilisieren, um das globale Handeln für einige der größten Herausforderungen unserer Zeit voranzutreiben. Dazu gehören Vertreibung, die zunehmenden Belastungen durch Naturkatastrophen und Klimawandel, und die ständige Kluft zwischen den tatsächlichen Bedürfnissen und den Ressourcen zu deren Abdeckung.

Der Gipfel bringt Regierungen, humanitäre Akteure, den Privatksektor und Menschen, die von humanitären Krisen betroffen sind, zusammen, um Lösungen für unsere dringendsten Herausforderungen vorzuschlagen und dafür zu sorgen, dass wir Leben retten und das Leid erleichtern können sowie die Menschlichkeit in Zeiten der Krise hochhalten können.

Der Gipfel hat drei wesentliche Ziele:

  1. Unsere Verpflichtung für Menschlichkeit und humanitäre Prinzipien erneut bestätigen.
  2. Handlungen und Verpflichtungen einleiten, die Ländern und Gemeinschaften ermöglichen, sich auf Krisen vorzubereiten und denen entgegenzutreten und widerstandsfähiger gegenüber Erschütterungen zu werden.
  3. Bewährte Methoden zu teilen, die auf der ganzen Welt Leben retten, betroffene Menschen ins Zentrum der humanitären Handlung stellen und das Leid mindern.


Wann immer es Konflikte oder Naturkatastrophen gibt, ist die UNO vor Ort, um zu helfen und zu unterstützten.

Von den Vertreibungen der Bevölkerung durch Kriege, Wetter- und Naturkatastrophen bis zu deren Auswirkungen auf die Gesundheit, Hygiene, Bildung, Ernährung und die Unterkünfte kann die UNO mit ihren Sonderorganisationen, Fonds und Programmen etwas bewirken.

Dank des Welternährungsprogramms (WFP) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der UNO wird Nahrung all jenen zur Verfügung gestellt, die sonst hungern müssten. Dank des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) werden für all jene, die gezwungen waren, ihr Zuhause zu verlassen, Lager und Unterkünfte errichtet und betreut.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schützt Menschen, die von Natur und Menschenhand vertrieben wurden, vor verheerenden Krankheiten. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) bietet mit Hilfe von Organisationen wie der International Save the Children Alliance Kindern, die durch Katastrophen entwurzelt wurden, Ausbildung. Und beim Wiederaufbau gewährleistet das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), das alles auf sicherem Boden errichtet wird.

Wenn Männer, Frauen und Kinder mitten in die Kriegswirren geraten, verhandeln der Generalsekretär und seine Repräsentanten über "Friedenszonen" für die humanitäre Hilfe. Und die UNO-Friedenstruppen schützen diese Hilfslieferungen.

Die humanitären und Katastrophenhilfe-Bemühungen des UNO-Systems werden vom Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) unter der Leitung des UNO-Nothilfekoordinators unterstützt und überwacht. Neben den zahlreichen Aktivitäten liefert OCHA die neuesten Informationen über weltweite Katastrophenfälle und startet internationale "konsolidierte Aufrufe" für Soforthilfe-Finanzierungen in besonderen Situationen.

Der Zentrale Fonds für die Reaktion auf Notsituationen (CERF) wurde von der UNO-Generalversammlung im Jahr 2006 als humanitärer Fonds gegründet, um zuverlässige und schnellstmögliche Hilfe bei Katastrophen und bewaffneten Konflikten für die Betroffenen zu ermöglichen. Der Fonds erhält jährlich Beiträge von Regierungen, dem Privatsektor, Stiftungen und Privatpersonen und kann mit diesen Rücklagen humanitäre Handlungen unterstützen.

Aus Anlass des ersten Welttages der humanitären Hilfe am 19. August 2009 sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: "Heute widmen wir uns den Millionen Menschen, die bei ihrem Kampf ums Überleben auf uns zählen. Den Milliarden von Menschen, die hungern. Den vielen Millionen, die aufgrund von Katastrophen und Konflikten ihr Zuhause verlassen mussten. Den Kindern, die an heilbaren Krankheiten sterben. Den Frauen und Mädchen, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Wir müssen diese Probleme bei der Wurzel packen. Aber bis wir das tun, stehen Leben auf dem Spiel. Die humanitäre Gemeinschaft ist bereit, den Menschen in Not zu helfen."

Darüber hinaus arbeitet das System der Vereinten Nationen an der Verhinderung von Natur- oder von Menschen verursachten Katastrophen - wann immer möglich. Ein massiver, von Menschen verursachter Schmerz sind Kriege und Konflikte. Die UNO arbeitet auf diplomatischer Ebene, die menschliche Tragödie des Krieges zu verhindern und zu lösen. Sie hilft Ländern beim Aufbau von Frühwarnsystemen, um sich auf Naturkatastrophen vorbereiten zu können. Und sie steht an vorderster Front, um auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen, der bereits weltweit für ein Ansteigen der Zahl und Intensität an Naturkatastrophen verantwortlich ist.