Klimawandel

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"Jeden Tag bin ich mit den Herausforderungen unserer unruhigen und komplexen Welt konfrontiert. Aber keine sind so sichtbar wie der Klimawandel. Der Klimawandel ist, ganz einfach, eine existentielle Bedrohung für das meiste Leben auf dem Planeten - einschließlich, und ganz besonders, für das Leben der Menschen."

- UNO-Generalsekretär António Guterres beim Austrian World Summit, Wien, Mai 2018

UN-Klimakonferenz in Katowice
3 - 14. Dezember 2018

Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit und zusätzlich ein beträchtlicher Stress für unsere Gesellschaften und die Umwelt. Von sich verändernden Wettermustern, die die Nahrungsmittelproduktion gefährden, bis zum steigenden Meeresspiegel, der die Risiken für katastrophale Überflutungen erhöht, sind die Auswirkungen des Klimawandels auf der ganzen Welt verbreitet und beispiellos in ihrem Umfang. Ohne drastisches Handeln heute wird ein Anpassen an diese Herausforderungen in Zukunft schwieriger und teurer werden.

Die Auswirkungen des Klimawandels können die bestehenden Bedrohungen für Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung intensivieren. Darüber hinaus ist der Klimawandel eine Bedrohung, die die Armen und Schwächsten überproportional belastet.

Was machen die Vereinten Nationen gegen den Klimawandel?

Die von der UNO unterstützte Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) ist eine objektive Quelle für wissenschaftliche Informationen. Über die IPCC versorgen die Vereinten Nationen Entscheidungsträger mit wissenschaftlichen Daten über Klimaänderungen, ihre Auswirkungen und zukünftige Risiken, sowie Möglichkeiten für Anpassung, Widerstandsfähigkeit und Schadensminderung. Ihr Fünfter Bewertungsbericht aus 2013 kam zu dem Ergebnis, dass der Klimawandel Tatsache ist und die menschlichen Aktivitäten die Hauptursache dafür sind.

Der IPCC-Bericht zeigt einen alarmierenden Beweis dafür, dass wichtige Kipppunkte, die zu irreversiblen Veränderungen in wichtigen Ökosystemen und dem planetarischen Klimasystem führen, bereits erreicht oder überschritten wurden. So vielfältige Ökosysteme wie der Amazonas-Regenwald und die arktische Tundra nähern sich den Grenzen zu dramatischen Veränderungen durch Erwärmung und Abtrocknung. Gebirgsgletscher ziehen sich dramatisch zurück und die nachgelagerten Auswirkungen reduzierter Wasserversorgung in den trockensten Monaten werden Auswirkungen haben, die über Generationen hinausgehen.

Globale Abkommen und Kooperation

Die UNO-Familie steht bei den Bemühungen zur Rettung unseres Planeten an vorderster Front. Die UNO bietet mit dem UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen (UN Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) ein Forum, um die Welt für ein kollektives Handeln gegen den Klimawandel zusammenzubringen. Die UNO hilft auch Ländern beim Übergang zu widerstandsfähigen und Niedrigemissions-Strategien sowie jenen Ländern, die durch die Auswirkungen des Klimawandels besonders gefährdet sind, sich an ein instabileres Klima anzupassen.

Der "Erdgipfel" von 1992 führte zur Gründung des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC), als ein erster Schritt, um sich mit dem Klimawandel-Problem zu befassen. Heute hat es mit seinen 197 Ländern, die das Übereinkommen ratifiziert haben, eine beinahe universelle Mitgliedschaft. Im Jahr 1997 wurde das Kyoto-Protokoll angenommen, das die entwickelten Länder rechtsverbindlich zu Emissionsreduktionen verpflichtet.

Pariser Abkommen

Bei der 21. Konferenz der Vertragsparteien in Paris 2015 haben die UNFCCC-Vertragsparteien ein wegweisendes Übereinkommen erzielt, um den Klimawandel zu bekämpfen und die Handlungen und Investitionen für eine nachhaltige, kohlenstoffarme Zukunft zu beschleunigen und zu intensivieren. Das Pariser Abkommen baut auf das Übereinkommen auf und bezieht - zum ersten Mal - alle Staaten für eine gemeinsame Sache mitein, um ehrgeizige Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel zu unternehmen und die Auswirkungen anzupassen, mit verstärkter Unterstützung für die Entwicklungsländer, damit auch die dies tun. So bringt es einen neuen Kurs bei den globalen Klimabestrebungen.

Das zentrale Ziel des Pariser Abkommens ist die Stärkung der globalen Antwort auf die Bedrohungen durch den Klimawandel, indem der weltweite Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert unter 2 Grad Celsius gehalten wird, und um die Bemühungen für eine Limitierung des Temperaturanstieges auf 1,5 Grad Celsius zu erzielen.

Am Tag der Erde am 22. April 2016 haben 175 Regierungschefs das Pariser Abkommen am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York unterzeichntet. Das war bei weitem die höchste Zahl an Ländern, die jemals ein internationales Abkommen an einem Tag unterzeichnet haben.

Wie wirkt die UNO in Wien dem Klimawandel entgegen

Die Verpflichtung für Klimamaßnahmen - Ziel Nr. 13 der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) - obliegt der Verantwortung von Regierungen, Organisationen, Städten, Regionen, Unternehmen und Investoren. Viele der in Wien ansässigen UN-Organisationen sind aktiv in die Erreichung von Ziel 13 eingebunden.

Die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), zum Beispiel, teilt ihre Expertise in grüner und innovativer Technologie, um, unter anderem, Mexiko beim Schutz der Ozonschicht der Erde zu unterstützen. In Myanmar und China hat die UNIDO ein Projekt umgesetzt, um die Anwendung der Praktiken und Methoden der Sozialen Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) zu fördern.

Das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumangelegenheiten (UNOOSA) wendet Weltraumtechnologien an, um Treibhausgase in Verbindung mit Abholzung und Industrieprozessen, die Veränderung des Eises an den Polkappen und Gletschern, sowie den Anstieg des Meeresspiegels und der Temperaturen zu überwachen.

Das UN-Umweltprogramm (UN Environment) bietet in den gefährdeten Bergregionen am Westbalkan, im Südkaukasus, in Zentralasien, in Ostafrika und in den Tropischen Anden Unterstützung, um sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. UN Environment, zum Beispiel, macht Straßen widerstandsfähiger gegen Überflutungen und baut Wasserreservoirs, um Überflutungen durch schmelzende Gletscher abzuschwächen.

Die Vorbereitende Kommission für die Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) unterstützt Forschungen über Eisberge und Gletscherbewegungen, Hurrikans und Tornados, Erdrutsche und Lawinen, saisonale und jährliche Veränderungen spezieller Radionuklide, ozeanische Prozesse und Meereslebewesen mittels Daten, die gesammelt werden.

Auch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) bietet für Wissenschaftler eine Plattform für die Nutzung von Nukleartechnologien. Damit kann eine Optimierung der landwirtschaftlichen Methoden untersucht werden, um Ressourcen zu schützen und Emissionen zu reduzieren.