Klimawandel

2015 ist ein Jahr der wichtigen Entscheidungen, wie die Welt bei der Bewältigung des Klimawandels vorangehen wird. Zur Zeit sind Verhandlungen im Gange, um im Dezember in Paris ein neues universelles globales Klima-Abkommen zu erzielen, um für die Welt die Weichen zu stellen, die den weltweiten Temperaturanstieg unter weniger als 2 Grad Celsius halten.

2014 war das heißeste Jahr seit Aufzeichnungen. Vierzehn der 15 wärmsten Jahre gab es in diesem Jahrhundert. Der diesjährige Juli war der heißeste aller Zeiten seit es Aufzeichnungen gibt. Und Prognosen sagen, dass 2015 noch heißer sein wird.

Die Auswirkungen sind messbar und sichtbar. Klimawandel ist nicht mehr ein Problem der Zukunft. Es ist hier und es wird uns für viele Jahrzehnte erhalten bleiben, auch wenn wir die Treibhausgasemissionen stoppen. Das sind schlechte Nachrichten.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. In den letzten Jahren gab es enorme Entwicklungen, die uns in die richtige Richtung führen. Da gab es eine bemerkenswerte Revolution der erneuerbaren Energie - überall auf der Welt, aber manche Länder wie China, Dänemark und Deutschland - um nur ein paar zu nennen - haben besondere Leistungen erreicht. In den letzten Jahren sahen wir einen großen Fortschritt, der uns zeigt, dass wir gegen den Klimawandel etwas tun können, wenn wir jetzt handeln.

Wir brauchen neue Lösungen, die uns bei der Erreichung einer kohlenstoffarmen Zukunft voranbringen. Wir brauchen alle Mann an Deck - wie der Generalsekretär sagte - um effiziente Wege für eine Reduktion der Emissionen zu finden und uns an den Wandel anzupassen, den die Welt bereits erlebt.

Aber in Anbetracht der Größe des Problems ist das Tempo der Veränderungen noch nicht schnell genug. Der Prozess muss sich beschleunigen, mehr Unternehmen müssen verpflichtet werden, für ein Rennen an die Spitze zu ermutigen. An die Spitze der klimafreundlichsten Unternehmen - nicht nur wenige, sondern die meisten.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte: "Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Er betrifft uns alle, aber er betrifft uns nicht alle gleich. Wir haben eine große Verantwortung, den Ärmsten und Schwächsten auf der Welt zu helfen und sie zu unterstützen und einen Planeten an künftige Generationen weiterzugeben, der gedeiht und gesund ist."

Berichten der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zufolge besteht kein Zweifel, dass sich das Klimasystem erwärmt. IPCC ist die internationale Organisation, die für die Bewertung der Wissenschaft über Klimawandel verantwortlich ist. Der Meeresspiegel steigt, die Mengen an Schnee und Eis schwinden und die Atmosphäre und Ozeane erwärmen sich, während die Konzentrationen an Treibhausgasen steigen. Höchstwahrscheinlich ist der menschliche Einfluss der Hauptgrund der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

Warum beschäftigt der Klimawandel die Vereinten Nationen?

Der Klimawandel ist für die Vereinten Nationen von zentraler Bedeutung

Die Auswirkungen des Klimawandels können die existierenden Bedrohungen für Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung vervielfachen. Das hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon veranlasst, dies zu einem seiner wichtigsten Prioritäten zu machen.

Es muss auch gewährleistet werden, dass die Entwicklungen auf der Welt gerechter passieren als jetzt. Entwicklungsländer, und besonders die schwächsten - die zwar vom Klimawandel betroffen sind, aber nichts dazu beigetragen haben - müssen bei ihren Anpassungsmaßnahmen unterstützt werden. Sie alle brauchen finanzielle und technologische Unterstützung, um den Zugang zu Technologien, die für ein emissionsarmes Wachstum notwendig sind, zu sichern.

"Wir müssen entschlossen handeln, um die Beziehung der Menschheit zu unserem Planeten zu ändern". Ban Ki-moon

Aber die Bekämpfung des Klimawandels bietet auch Vorteile und Möglichkeiten. Den Klimawandel angehen heißt nicht nur Emissionen zu reduzieren, sondern führt auch zu geringerer Umweltverschmutzung, besserer Gesundheit und der Schaffung effizienterer und lebenswerterer Städte.

Die UNO hilft über den IPCC den Stand der Wissenschaft über Klimawandel zu bewerten. Die UNO bietet ein Forum, um durch UNFCCCC die Welt zusammen zu bringen und kollektiv gegen den Klimawandel zu handeln. Und die UNO arbeitet vor Ort, um Ländern bei der Entwicklung von Lösungen zur Emissionsverringerung zu helfen und so eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Verhandlungen für ein neues globales Abkommen

Kernstück der internationalen Bemühungen sind das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ( United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) und sein Kyoto-Protokoll. Diese beiden Verträge repräsentieren die internationale Antwort auf die zwingenden Beweise, die von der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) gesammelt und wiederholt bestätigt wurden, dass der Klimawandel passiert und dass er hauptsächlich auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist.

1992 traten Länder dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCC) bei, um gemeinsam zu erwägen, was getan werden kann, um die durchschnittlichen globalen Temperaturanstiege und den daraus resultierenden Klimawandel einzuschränken.

1995 erkannten die Länder, dass die Regelungen für eine Emissionsreduktion im UNFCCC unzureichend sind. Verhandlungen zur Stärkung der globalen Bekämpfung des Klimawandels wurden aufgenommen und, zwei Jahre später, das Kyoto Protokoll angenommen. Das Protokoll verpflichtet die Industrieländer rechtlich zu Emissionsreduzierungs-Zielen. Der erste Verpflichtungszeitraum began 2008 und endete 2012. Der zweite Verpflichtungszeitraum began am 1. Januar 2013 und endet 2020. Die Vertragsparteien verhandeln ein neues internationales Abkommen, dass Ende 2015 erreicht werden soll.

Worum geht es bei der Klima-Konferenz in Paris im November 2015?

COP 21 - die Pariser Klimakonferenz - ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung robuster, langfristiger politischer Rahmenbedingungen für kohlenstoffarme Wirtschaften. Paris bietet die Möglichkeit für einen Wechsel und nach vorausschauenden Strategien und Politiken zu streben, die uns nicht nur erlauben, die schlimmsten Konsequenzen des Klimawandels zu verhindern, sondern eine erfolgreiche und nachhaltige Zunkunft zu schaffen.

Auf der Konferenz werden bis zu 50.000 Teilnehmer erwartet, einschließlich 25.000 offizieller Delegierter von Regierungen, UN-Einheiten, zwischenstaatlichen Organisationen, NGOs und der Zivilgesellschaft.