Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC)

Garant für Sicherheit und Gerechtigkeit
für alle

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat den Auftrag, die Mitgliedstaaten bei der Vorbeugung gegen illegale Drogen, Verbrechen und Terrorismus zu unterstützen. UNODC hilft den Mitgliedstaaten vom Hauptquartier im Internationalen Zentrum Wien aus sowie durch ein Netzwerk von weltweiten Außenstellen ihre Anfälligkeit für Drogen und Kriminalität zu verringern und Sicherheit und Gerechtigkeit für alle zu fördern.

UNODC versucht, die Staaten bei der Umsetzung von normativen Instrumenten, die zur Drogen- und Verbrechenskontrolle entwickelt wurden, zu unterstützen. Darüber hinaus werden Forschungen durchgeführt, um beweisgestützte Strategien zu ermöglichen, sowie technische Unterstützung angeboten, um den Staaten bei Gegen maßnahmen gegen Drogen, Verbrechen und Terrorismus zu helfen.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen bestehen aus drei Drogenkontrollverträgen, dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption und dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität mit ihren Zusatzprotokollen bezüglich der Schleusung von Migranten, Menschenhandel und der Kontrolle von Schusswaffen. Darüber hinaus gibt es 16 internationale Instrumente zur Terrorismusbekämpfung.

Durch die Forschungsarbeit von UNODC werden der Welt ausführliche Informationen zu den Themen Drogen und Kriminalität zur Verfügung gestellt. Die Flaggschiffpublikation des Büros, der Weltdrogenbericht, sowie Studien zum Koka- und Opiumanbau zählen zum Maßstab in ihrem Bereich. Regierungen, Medien und sogar Geheimdienste beziehen sich auf diese Informationen für zuverlässige Daten und Analysen über Drogen. Andere Berichte legen den Schwerpunkt auf regionale Herausforderungen - wie die Situation von Drogen, Verbrechen und Sicherheit auf dem Balkan, der Karibik, Zentralamerika und Westafrika - oder einschlägige Themen wie Menschenhandel. Angeschlossen an das Büro ist auch ein Labor für forensische Untersuchungen und die Ausbildung von Drogenexperten aus der ganzen Welt.

Das Büro stellt seine breitgefächerte Expertise den Mitgliedstaaten zur Verfügung, um auf ihren Bedarf im Bereich der Drogenkontrolle und Kriminalitätsbekämpfung einzugehen. Diese Anstrengungen reichen von Maßnahmen gegen Geldwäsche, Reformen im Strafrecht, Korruptionsbekämpfung, Terrorismusvorbeugung, Vorbeugung von Drogenabhängigkeit und Möglichkeiten der Behandlung von Drogensucht. UNODC hat eine breite Auswahl an speziellen Instrumentarien, Handbüchern und auch Softwareprodukten entwickelt, um sie den Mitgliedstaaten zur Verfügung zu stellen und Experten auszubilden.

UNODC passt sich neuen Tendenzen in der Kriminalität unverzüglich an, um den Staaten bei der Bewältigung neuer Herausforderungen wie Cyber-Kriminalität, Identitätsbetrug, Umweltverbrechen und Piraterie zu helfen.

Drogen und Kriminalität sind keineswegs nur nationale Probleme. Sie haben Auswirkungen vor Ort, weisen aber auch transnationale Merkmale auf. Deshalb arbeitet das Büro mit Städten zusammen, um sicherzustellen, dass effektive Programme zur Verbrechensbekämpfung und Entzugseinrichtungen vorhanden sind. Es unterstützt die regionale Zusammenarbeit, um die Bedrohung durch Drogen und Kriminalität einzudämmen. UNODC leitete beispielsweise die Gründung des Zentrums für Informationsaustausch zur Drogenbekämpfung in Zentralasien ein.

Des weiteren wurden regionale Strategien zur Bekämpfung von Drogen und Kriminalität in der Karibik, in Zentralamerika und Westafrika entwickelt und die Initiative des Pariser Paktes gegen den Handel und Konsum afghanischer Opiate ausgearbeitet.

Das Büro geht die Drogen- und Kriminalitätsproblematik in breiterem Rahmen an. Es fördert die Entwicklung in Regionen, die anfällig für illegalen Drogenanbau sind oder ins Kreuzfeuer des Drogenhandels geraten sind. Es fördert die Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit, um sicherzustellen, dass Verbrechenskontrolle auf Gerechtigkeit und dem Respekt vor Menschenrechten basiert.

Bei den Bemühungen im Bereich der Drogenkontrolle steht die Gesundheit im Zentrum von UNODC: die Förderung der Abstinenz, Prävention, Früherkennung und Behandlungsmaßnahmen sowie die Verminderung der Schäden, die Drogen bei Einzelpersonen und ganzen Gesellschaften anrichten, darunter auch die Ausbreitung von HIV/Aids durch Drogeninjektionen.

UNODC fördert auf Gemeinschaftsebene das Angehen der Problematiken, die die Gesellschaft als Ganzes betreffen, wie Korruption, Menschenhandel oder Drogenmissbrauch, und steht mit der Zivilgesellschaft, den Medien, dem Privatsektor und der Unterhaltungsindustrie in Kontakt, um die Wirkung seiner Arbeit zu vergrößern.

Antonio Maria Costa ist der Exekutivdirektor von UNODC. 448 Mitarbeiter des Büros arbeiten im Internationalen Zentrum Wien.

Als relativ kleines Büro mit großem Mandat steht UNODC in enger Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen: mit der Weltbank für die Initiative zur Wiedererlangung gestohlener Vermögenswerte (StAR); mit der Weltgesundheitsorganisation für die Ausweitung der Einrichtungen zur Drogenbehandlung; mit den Entwicklungsbanken zur Verringerung der sozioökonomischen Verwundbarkeit gegenüber Drogen und Kriminalität; und mit der Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze zur Verminderung der Bedrohung durch das organisierte Verbrechen in Post-Konflikt-Situationen.

Auf diesem Weg trägt UNODC zu einer sichereren und gesünderen Welt bei, in der es Sicherheit und Gerechtigkeit für alle gibt.

Weitere Informationen:

Walter Kemp
Sprecher und Redenschreiber
Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC)
Internationales Zentrum Wien
Postfach 500, 1400 Wien, Österreich
Telefon: (+43-1) 26060-5629
Mobiltelefon: (+43-699) 1459-5629
Email: walter.kemp@unodc.org
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