Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/846
24. November 2017

UNO-Generalsekretär António Guterres:

Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

25. November 2017

WIEN, 25. November (UNO-Informationsdienst) - Jede Frau und jedes Mädchen hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Und dennoch geschehen diese Menschenrechtsbrüche in allen Gemeinschaften in verschiedenen Formen. Besonders betroffen sind die, die am Rande stehen und am verletzlichsten sind. Weltweit hat ein Drittel aller Frauen physische und/ oder sexuelle Gewalt in ihrem Leben erfahren müssen. 750 Millionen Frauen sind vor Erreichen des 18. Lebensjahres verheiratet worden und mehr als 250 Millionen leiden unter Genitalverstümmelung.

FrauenrechtlerInnen werden in alarmierendem Ausmaß zu Zielen. Gewalt gegen Politikerinnen verhindert Fortschritt in den Bereichen der zivilen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte von Frauen.

Es ist weit anerkannt, dass Gewalt gegen Frauen, einschließlich Belästigung und anderer schädlicher Praktiken, ein großes Hindernis für die Erfüllung der Menschenrechte darstellt. Die Gewalt ist auch eine direkte Herausforderung, wenn es um die Teilhabe von Frauen an der Friedenserhaltung geht. Wenn wir diese Aufgabe nicht angehen, werden wir die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung nicht erfüllen können.

Es ist Zeit für weiteres gemeinsames Handeln, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen für immer zu beenden. Dafür müssen wir alle gemeinsam und gleichzeitig in unseren eigenen Ländern, Regionen und Gemeinschaften arbeiten.

Die Vereinten Nationen entgegnen Gewalt gegen Frauen auf vielen Wegen, unter anderem durch den UN-Treuhandfonds gegen Frauengewalt; die gemeinsame 'Spotlight-Initiative' mit der Europäischen Union, um unsere Bemühungen mit denen von Regierungen und der Zivilgesellschaft zu verknüpfen; und die 'UN Safe Cities and Safe Public Spaces Global Initiative'.

Auch meine Null-Toleranz Politik gegen sexuelle Belästigung innerhalb der Vereinten Nationen ist Teil der Strategie zu Geschlechtergleichheit, welche im September eingeführt wurde. Wir haben uns auch verpflichtet, die 'UniTE to End Violence against Women'-Kampagne weiterzuführen, unter dem neuen Namen 'UniTE by 2030'.

Es ist Zeit für unser aller gemeinsames Handeln, damit Frauen und Mädchen überall auf der Welt frei von Belästigung, schädlichen Praktiken und anderen Formen von Gewalt leben können.

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