Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/448
5. August 2013

 UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

Erklärung zum Internationalen Tag der Jugend

12. August 2013

"Jugendmigration: Entwicklung vorantreiben"

WIEN, 12. August (UNO-Informationsdienst) - Der diesjährige Internationale Tag der Jugend konzentriert sich auf das Thema der Jugendmigration. Von den jährlich 214 Millionen internationalen Migranten beträgt der Anteil junger Menschen 10 Prozent, aber noch immer ist zu wenig über ihre Schwierigkeiten und Erfahrungen bekannt.  

Es gibt viele Gründe warum junge Menschen migrieren. Manche flüchten vor Verfolgung, andere entfliehen wirtschaftlicher Not. Manche sind allein, andere Teil einer Familie - mit Eltern, Geschwistern und sogar mit eigenen Kindern. Manchen können sich Gemeinschaften anschließen, andere müssen Anschluss suchen. Sowohl im Transit als auch am endgültigen Bestimmungsort sind junge Migranten gleichen oder noch größeren Schwierigkeiten ausgesetzt, einschließlich Rassismus, Xenophobie, Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen. Besonders junge Frauen sind sexueller Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt.    

Armut, überfüllte und unhygienische Unterkünfte und die Herausforderung, eine bescheidene Beschäftigung zu finden, sind fixe Bestandteile der Erfahrungen von Migranten. Diese Herausforderungen werden durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise noch verschlimmert. Migranten werden von Kommunen und Politikern oft beschuldigt, den ansässigen Menschen Jobs wegzunehmen, was sie noch weiterer Diskriminierung aussetzt. In anderen Fällen, wo junge Menschen von migrierenden Eltern zurückgelassen werden, sehen sich diese psychologischen und sozialen Herausforderungen und größerer Verletzbarkeit gegenüber.

Es ist wichtig, die positiven Beiträge, die junge Migranten für Herkunftsgesellschaften, im Transit und am Bestimmungsort leisten, zu betonen - wirtschaftlich und durch die soziale und kulturelle Bereichung. Viele arbeiten hart, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Bedingungen zu verbessern. Die Überweisungen, die sie in ihre Heimatländer tätigen, um ihre Familien zu unterstützen, sind ein wesentlicher Beitrag  für die Wirtschaftssysteme weltweit. Wenn sie nach Hause zurück kehren, verstärken sie aufgrund ihrer Fähigkeiten und Ideen, die sie im Ausland erworben haben, die Entwicklung im eigenen Land. Und in vielen Fällen werden Frauen durch Migration gestärkt, da sie eine finanzielle und soziale Unabhängigkeit erlangen.

Im Oktober wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen den zweiten Hochrangigen Dialog über Migration und Entwicklung ausrichten. Ich appelliere an die Mitgliedstaaten, die Jungendmigration zu berücksichtigen. Arbeiten mit und für junge Menschen ist eine meiner höchsten Prioritäten. An diesem Internationalen Tag der Jugend ermutige ich Mitgliedstaaten, Jugendorganisationen und andere Stakeholder zu handeln und die Rechte aller jungen Migranten zu fördern und ihr Entwicklungspotential zu maximieren.

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