Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/430
28. Mai 2013

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

Erklärung zum Internationalen Tag der Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen

29. Mai 2013

WIEN, 29. Mai (UNO-Informationsdienst) - Der diesjährige Internationale Tag der Friedenssicherungskräfte bietet Gelegenheit, auf die neuen Entwicklungen im Feld aufmerksam zu machen und gleichzeitig jene zu ehren, die ihr Leben in den vergangenen Jahren im Dienste der blauen Fahne lassen mussten.

Von der Friedenssicherung der Vereinten Nationen werden vermehrt multidimensionale Operationen verlangt, um Ländern beim Übergang von Konflikten zum Frieden zu helfen. Der Schwerpunkt wird  auf den Schutz von Zivilisten gelegt, insbesondere auf die schwächsten unter ihnen: Frauen und Kinder.

Um neuen Bedrohungen und Herausforderungen zu begegnen, passt die UNO-Friedenssicherung ihre Handlungsweisen diesen an, auch um ihre Mandate zu erfüllen, die dauerhaften Frieden für kriegsgeschüttelte Länder bringen sollen.

Ein Beispiel der neuen Vorgangsweise sehen wir in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), wo der Sicherheitsrat die Entsendung einer "Intervention Brigade" sowie von unbewaffneten, unbemannten Luftfahrzeugen genehmigt hat, um in dieser ausgedehnten Region besser agieren zu können.

Friedenssicherer in Mali werden unter harten Bedingungen operieren müssen, hervorgerufen durch bewaffnete Gruppen, die die nationale und regionale Sicherheit bedrohen. Die Mission wird helfen, das Land zu stabilisieren, die nationale Aussöhnung zu fördern und Zivillisten zu schützen.

Die UNO-Friedenssicherung trägt auch zur Reform nationaler rechtsstaatlicher Institutionen bei. Durch die Stärkungen von Polizei, Gerichten und Strafvollzug baut sie Vertrauen in lokale Behörden auf. Ein faires und berechenbares rechtsstaatliches System trägt zu Stabilität und nachhaltiger Entwicklung bei, auch noch lange nach Abzug der Truppen.

Während wir diese Vorstöße begrüßen, müssen wir erkennen, dass Friedenssicherung immer Risiken bergen wird. Nicht identifizierte Angreifer haben jüngst in der DRK, im Sudan und Südsudan Friedenssicherer überfallen und getötet, während Blauhelme, die im Nahen Osten dienten, festgehalten wurden.

Vergangenes Jahr starben 111 Friedenssicherungskräfte und mehr als 3.100 haben während der 65-jährigen Geschichte der UNO-Friedenssicherung ihr Leben gelassen. Wir würdigen die Mutigen und trauern um die Verstorbenen.

An diesem Internationalen Tag wollen wir jenen, die gefallen sind, die Ehre erweisen, die mehr als 111.000 dienenden Soldaten und Soldatinnen und Polizeikräfte aus 116 Ländern unterstützen und weiterhin unsere Operationen adaptieren, um den Zivilisten, die Schutz und Unterstützung brauchen, helfen zu können.

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